2025

Arginin - Eine Aminosäure die uns Kraft gibt.

Arginin ist eine semiessenzielle Aminosäure, die der Körper in bestimmten Situationen wie etwa bei Stress, Wachstum oder Krankheit nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann. Sie spielt eine wichtige Rolle bei zahlreichen Stoffwechselprozessen und ist besonders für die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) bekannt, einem Molekül, das die Blutgefäße erweitert und dadurch die Durchblutung unterstützt.

Durch seine gefäßerweiternde Wirkung kann Arginin positiv zur Herz-Kreislauf-Gesundheit beitragen. Es wird häufig zur Unterstützung bei Bluthochdruck, erektiler Dysfunktion oder zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit eingesetzt. Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass Arginin das Immunsystem stärken und die Wundheilung fördern kann.

Trotz der potenziellen Vorteile ist der Nutzen von Arginin stark vom individuellen Gesundheitszustand abhängig. Nicht jeder reagiert gleich, und nicht in jedem Fall ist eine zusätzliche Zufuhr erforderlich. Nahrungsergänzungsmittel sollten daher stets mit Bedacht gewählt werden, zumal viele Menschen ihren Bedarf bereits über eine ausgewogene Ernährung decken können. Arginin ist beispielsweise in Fisch, Nüssen oder Hülsenfrüchten wie Linsen oder Erbsen enthalten.

Zu den möglichen Risiken gehören Magen-Darm-Beschwerden, insbesondere bei höheren Dosierungen. Für Personen mit bestimmten Erkrankungen wie Herpesinfektionen, niedrigem Blutdruck oder schweren Herzproblemen kann Arginin sogar kontraproduktiv sein. Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Deshalb sollte die Einnahme (insbesondere in hoher Dosierung oder über längere Zeit) idealerweise mit medizinischem Fachpersonal abgesprochen werden.

Mehr Informationen zu Arginin und seiner Funktionsweise finden Sie in dem untenstehenden Video.

Viel Spaß dabei!

Wünscht Ihnen Dr. Georg Kaupe

 

Ein Tropfen Wahrheit - Was unser Speichel erzählt

Durch einen simplen Speicheltest können zahlreiche Krankheiten und Imbalancen diagnostiziert oder Hinweise auf solche gefunden werden. Sie bieten eine nicht-invasive, alltagstaugliche und kostengünstige Möglichkeit zur Früherkennung hormoneller, metabolischer und teils orthopädisch relevanter Störungen.

Auch in Fällen, in denen sie allein keine ausführliche ärztliche Diagnostik ersetzen können, ist es so oft möglich, die Problematik weiter einzugrenzen und gezielt weiterführende Tests und Diagnosemethoden durchzuführen.

Wichtige Krankheiten & Imbalancen, die über einen einfachen Speicheltest erkennbar sind beispielsweise:

  1. Hormonelle Dysbalancen: Ungleichgewichte bei Cortisol, Östrogen, Progesteron, Testosteron oder DHEA; relevant für Stress, Burnout, Menopause, Fertilitätsprobleme.

  2. Schilddrüsenfunktionsstörungen: Über- oder Unterfunktion kann über Marker wie T3, T4, Cortisol-Verhältnisse indirekt erkennbar sein.

  3. Diabetes & Insulinresistenz: Erhöhte Glukose- oder Insulinspiegel im Speichel können auf eine gestörte Zuckerregulation hinweisen.

  4. Entzündungszustände: Nachweis von Zytokinen, CRP-ähnlichen Proteinen oder oxidativem Stress; hilfreich bei chronischen Schmerzen.

  5. Infektionen: Speichel enthält DNA/RNA von Viren (z. B. SARS-CoV-2, Epstein-Barr), Bakterien (z. B. Helicobacter pylori) oder Pilzen (Candida).

  6. Zahnerkrankungen: Nachweis von pathogenen Keimen bei Parodontitis, Karies oder Knochenabbau im Kiefer.

  7. Knochenstoffwechselstörungen (orthopädisch relevant): Marker wie Osteocalcin oder Kollagenfragmente können auf Osteoporose oder verlangsamte Knochenheilung hinweisen.

  8. Elektrolyt- & Mineralstoffungleichgewichte: Hinweise auf Magnesiummangel, Natrium- oder Kalziumstörungen, die Muskel- und Gelenkfunktionen beeinflussen.

  9. Oxidativer Stress & mitochondriale Dysfunktion: Relevant für Muskelschwäche, Regenerationsstörungen und chronische orthopädische Schmerzen.

Weitere Informationen finden Sie in meinem kurzen Video unterhalb dieses Beitrags.

 

Bleiben Sie stets bei guter Gesundheit!

Wünscht Ihnen Dr. Georg Kaupe

Was das Herz erzählt - Was ist HRV?

Herzratenvariabilität (HRV) beschreibt die Variation in der Zeit zwischen zwei Herzschlägen – also wie stark die Abstände zwischen den einzelnen Schlägen variieren. Anders als der Puls, der die durchschnittliche Herzfrequenz misst, gibt HRV Aufschluss über die Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems (ANS), insbesondere das Zusammenspiel zwischen dem sympathischen Nervensystem (Kampf- oder Fluchtmodus) und dem parasympathischen Nervensystem (Ruhe- und Erholungsmodus).

Warum ist die HRV wichtig?

Eine hohe HRV steht in der Regel für:

  • gute körperliche Fitness,

  • hohe Resilienz,

  • effektives Stressmanagement,

  • gute Regenerationsfähigkeit.

Eine niedrige HRV kann hingegen auf:

  • Stress,

  • Übertraining,

  • Schlafmangel,

  • schlechte Ernährung,

  • psychische Belastung oder Erkrankungen hindeuten.

Wie kann man die HRV positiv beeinflussen?

Hier sind bewährte Methoden, um deine HRV zu verbessern:

1. Atemübungen / Atemtechniken

  • Langsames, bewusstes Atmen (z. B. 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus)

  • Atemfrequenz ~6 Atemzüge/min erhöht vagale Aktivität (Parasympathikus)

2. Regelmäßiger Ausdauersport

  • Moderate Bewegung (z. B. Joggen, Radfahren, Schwimmen) fördert langfristig eine höhere HRV.

  • Wichtig: Übertraining vermeiden!

3. Ausreichender und qualitativ guter Schlaf

  • 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht, möglichst zur gleichen Zeit schlafen gehen.

  • Dunkle, ruhige, kühle Schlafumgebung hilft.

4. Stressmanagement

  • Meditation, Yoga, Achtsamkeitstraining

  • Journaling oder Dankbarkeitstagebuch

  • Naturaufenthalte (Waldbaden etc.)

5. Gesunde Ernährung

  • Weniger Zucker, Alkohol, Koffein (vor allem abends)

  • Ausgewogene Ernährung mit ausreichend Mikronährstoffen

6. Hydration

  • Ausreichend Wasser trinken

  • Dehydration kann die HRV senken

7. Kälte- und Wärmereize

  • Kalt duschen oder Eisbäder können kurzfristig die HRV verbessern.

  • Auch Saunagänge (mit Abkühlung) können hilfreich sein.

8. Soziale Kontakte

  • Positive soziale Interaktionen wirken beruhigend auf das Nervensystem.

Wie kann man HRV messen?

HRV wird in Millisekunden angegeben. Gängige Metriken:

  • RMSSD: Root Mean Square of Successive Differences (besonders verbreitet)

  • SDNN: Standardabweichung der normalen RR-Intervalle

Messmethoden:

  • Herzfrequenz-Brustgurte – sehr genau

  • Smartwatches – gut für Trends

  • Apps mit Kamera-Sensor – begrenzt genau

Zusammengefasst:

Herzratenvariabilität ist ein wichtiger Biomarker für Gesundheit, Stressresistenz und Erholung. Sie lässt sich durch einen ganzheitlich gesunden Lebensstil positiv beeinflussen – besonders durch Atmung, Schlaf, Bewegung und Stressreduktion.

Viel Erfolg dabei!

Ihr Dr. Georg Kaupe

Kopfkissen - Kleine Änderung, große Wirkung

Wenn Sie Probleme mit Verspannungen oder Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich haben, probieren Sie doch mal ein anderes Kopfkissen aus! Oft sind derartige Probleme durch eine falsche Lagerung der Halswirbelsäule im Schlaf begründet.

Es lohnt sich durchaus, ein wenig zu Experimentieren, bis Sie das für Sie passende Kopfkissen gefunden haben, immerhin verbringen wir fast ein Drittel unseres Lebens im Bett.

Viel Erfolg dabei!

Ihr Dr. Georg Kaupe

Jugendliches Aussehen im Alter

Wie schafft man es, dass die eigene Haut mit voranschreitendem Alter flexibel und faltenarm bleibt? Ein ganz wichtiger körpereigener Stoff in diesem Zusammenhang ist Kollagen, welches in der Haut und den Gelenken eine wichtige Rolle spielt.

Mit dem Alter nimmt dessen Produktion allerdings leider ab. Wie Sie Ihrem Körper durch Ernährung und Bewegung helfen können, möglichst lange diesen wichtigen Stoff zu erzeugen, erfahren Sie in meinem heutigen Video.

Viel Spaß dabei!

Ihr Dr. Georg Kaupe

Alarm für das Herz

Lipoprotein(a) oder kurz Lp(a) ist ein spezielles Blutfett, das dem bekannten "schlechten" LDL-Cholesterin ähnelt.

Es besteht aus einem LDL-Partikel, das zusätzlich das Eiweiß Apolipoprotein(a) trägt.

Diese Struktur macht Lp(a) besonders tückisch:

Es kann sich nicht nur in der Gefäßwand ablagern, sondern auch die Blutgerinnung beeinfussen und so die Bildung von Plaques und Blutgerinnseln fördern.

Der Wert von Lp(a) ist stark genetisch bestimmt und bleibt im Laufe des Lebens relativ konstant. Etwa 20-30% der Bevölkerung haben erhähte Werte, oft ohne es zu wissen. 

Da Lp(a) unabhängig von klassischen Risikofaktoren wie Rauchen oder Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigert, empfehlen Fachgesellschaften eine einmalige Messung im Leben, besonders bei familiärer Vorbelastung.

Bisher gibt es keine wirksame Standardtherapie, die Lp(a) gezielt senkt. Lebensstilmaßnahmen wie gesunde Ernährung, Bewegung und Nichtrauchen sind zwar wichtig für Herz und Kreislauf, beeinflussen Lp(a) aber kaum.

Hoffnung machen neue Medikamente, sogenannte RNA-basierte Therapien, welche sich derzeit in klinischen Studien befinden.

Mehr zum Thema erkläre ich im untenstehenden Video in einer Minute:

 

Kraftsport im Alter?

Mit zunehmendem Alter wird das Fitnesstudio immer wichtiger!

Warum das so ist, erkläre ich im untenstehenden Video in einer Minute: