April 2020

Anflug - Osteporose lässt viele stürzen!

Der Bruchteil einer Sekunde kann das gesamte Leben verändern. Der weit überwiegende Anteil von Verletzungen, die in einer orthopädischen/unfallchirurgischen Arztpraxis behandelt werden, resultieren aus einem Sturzereignis. Bei Osteoporose-Patienten ganz besonders häufig!

Mit zunehmendem Alter werden solche Unfälle  häufiger und schwerwiegender. Zu der Komplexität der Verletzungsfolgen gesellen sich meistens weitreichende psychosoziale Veränderungen. Das betrifft häufig das gesamte familiäre Umfeld. Auch ist die Angst vor weiteren Stürzen nicht zu unterschätzen, die wiederum zu Trittunscherheiten führen können. Ein unheilvoller Kreislauf beginnt.

In vielen Fällen wäre die Ursache des Unfalles durch eine  Sturzprophylaxe vermeidbar gewesen. Viele Menschen überschätzen sich einfach. Wichtig für zuhause sind ein möglichst ebener Bodenbelag und die Vermeidung von Stolperfallen.
Um sich über diesen Untergrund angepasst zu bewegen, bedarf es einer optimal sitzenden Schuhversorgung, es sei denn, barfüßig ginge es besser.

Liegt zudem eine Gangstörung oder neurologische Erkrankung vor, sind Gehschule und ein vernünftiges "Walkingmanagement"  zu empfehlen, da Bewegung den elementarsten Bestandteil für Lebensfreude und Lebensqualität gerade im Alter darstellt. Die weitere Gesundheit wird hierdurch wesentlich beeinflusst.
Mit zunehmendem Alter wird regelmäßige  Bewegung immer bedeutungsvoller und erhält die Koordination.



Der Fuß ist der einzige direkte Kontaktpunkt zur Erde, hat eine hochsensible Funktion und muss mit kleiner Fläche den gesamten Körper sicher tragen und fortbewegen.  Um so wichtiger ist es, Gangstörungen und muskuläre Dysbalancen früh zu erkennen und diese über eine  Physiotherapie, korrigierende Schuhänderungen oder orthopädische Einlagen zu behandeln, wie im Beitrag "Spurwechsel" beschrieben. Die gesamte Sensomotorik lässt sich meistens hierdurch optimieren. Auch wird sich das Sturzverhalten durch die optimierte Sensomotorik verbessern und Verletzungsfolgen werden reduziert.


Besonderes Augenmerk im Hinblick auf Sturzgefahren gilt folgenden Befunden:

  • altersbedingte Gangunsicherheit
  • Diabetes mit Polyneuropathie
  • neurologische Erkrankungen
  • Zustand nach Schlaganfal
  • Kunstgelenkversorgung
  • Morbus Parkinson
  • Muskelschwäche
  • Sehstörungen
  • Osteoporose

Achten sie mehr auf sich und das Gangbild Ihrer Liebsten!

Viel Spaß beim gesunden Gehen! Mehr Inspiration dazu finden Sie in meinem Beitrag "Gehen Sie sich gesund".

Dr. med. Georg H. Kaupe

Facharzt für Orthopädie

Bonn

„Schubumkehr“ - Masken für die Gesundheit

In der aktuellen Situation ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes im öffentlichen Leben sicherlich noch sehr ungewohnt.

Es macht aber Sinn!

COVID-19–Viren finden sich in großer Anzahl beim Infizierten zunächst im Rachen. In diesem Stadium wird die Infektion von vielen Betroffenen noch nicht wahrgenommen. Erst später kommt es zum sogenannten "Etagenwechsel" in die Lunge. Die Inkubationszeit ( Zeit bis zum Auftreten von Krankheitssymptomen) kann bis zu 14 Tage dauern. In dieser Zeit ist man schon längst infektiös! Das ist ein besonders trügerisches und gefährliches  Zeitfenster.

Jedes Husten und Niesen aber auch Sprechen schleudert Aerosole und somit Viren in die Umwelt! Wie weit kann man eindrucksvoll in diesem Artikel sehen.
Mit einem Mund- Nasenschutz lässt sich so der Luftstoß  nach außen bremsen und reduziert den "Viren- Radius".
In meiner Praxis erhalten die Patienten einen entsprechenden Mund-Nasenschutz von uns vor der Untersuchung.

Die ständige Desinfektion aller Oberflächen und der Hände ist nicht nur selbstverständlich, sondern ein absolutes Muss!

Hygiene und Abstand sind die größten Feinde nicht nur vom  COVID-19-Virus !

Es geht hier um eine Tröpfcheninfektion, die mit Abstand,gründlichem Händewaschen und Mundschutz effektiv reduziert werden kann.

Kein Grund zur Panik. Diese noch nicht dagewesene Situation erfordert Ruhe, Besonnenheit und und konsequente Umsicht.

Dr. med. Georg H. Kaupe

Facharzt für Orthopädie

Bonn